05. Juni 2018

Die Vorgaben des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG) und der Vorschrift für Sicherheit und Gesundheitsschutz - VSG 1.2 verpflichten den Arbeitgeber, seinen Betrieb durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte in puncto Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz betreuen zu lassen und sich selbst in der betrieblichen Präventionstätigkeit beraten zu lassen.

Die VSG 1.2 gilt für alle in der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) versicherten Unternehmen, die Arbeitnehmer, Auszubildende, Praktikanten, Saisonarbeitskräfte oder mitarbeitende Familienangehörige mit Arbeitsvertrag beschäftigen. Mit den ab Anfang 2018 geltenden Änderungen gleicht die SVLFG die Regeln an die Unfallverhütungsvorschrift der gewerblichen Berufsgenossenschaften an.

Geändert hat sich dabei im Wesentlichen das Verfahren zur Berechnung der Einsatzzeiten der Fachkraft für Arbeitssicherheit und des Betriebsarztes sowie zur Festlegung der Voraussetzungen der Betreuung in Eigenregie.

Um die genaue Anzahl der Beschäftigten festzustellen, wird künftig der Mittelwert der im Unternehmen je Kalenderjahr beschäftigten Personen mit einem Korrekturfaktor multipliziert: für Vollzeitkräfte mit 1,0, für Teilzeitkräfte bis zu 30 Wochenstunden mit 0,75 und für Teilzeitkräfte bis zu 20 Wochenstunden mit 0,5.

Mitarbeitende Familienangehörige mit einem Arbeitsvertrag müssen – anders als bisher – in diese Berechnung mit einfließen.

In der VSG ist außerdem neu geregelt, dass beim Beratungsbedarf durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte nun zwischen der Grundbetreuung und der betriebsspezifischen Betreuung unterschieden wird.

In der Grundbetreuung wird der Beratungsbedarf durch Zuordnung des Unternehmens zu einer von drei Betreuungsgruppen entsprechend dem Risiko von Arbeitsunfällen und Gesundheitsschädigungen und in Abhängigkeit von der Zahl der Beschäftigten ermittelt.

Für weitere Informationen und Unterstützung bei der Umsetzung der neuen VSG 1.2 stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartner

René Heinrich

René Heinrich
Dipl.-Meliorationsingenieur
Fachkraft für Arbeitssicherheit
Managementbeauftragter
Interner Auditor

Telefon: +49 (0)2162 26638-45
E-Mail:
Thomas Hüsken

Thomas Hüsken
Dipl.-Geograph

Telefon: +49 (0)2162 26638-40
E-Mail:

 

 

 

16. April 2018

Die neue Arbeitsschutzmanagement-Norm DIN EN ISO 45001 für das Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement wurde am 12. März 2018 veröffentlicht. Sie löst den bisher für den Aufbau und die Aufrechterhaltung eines Arbeitsschutzmanagementsystems international anerkannten britischen Standard OHSAS 18001 und den Leitfaden OHSAS 18002 ab.

Für die Umstellung wird den Unternehmen, die nach OHSAS 18001 zertifiziert sind, ab der Veröffentlichung der Norm eine dreijährige Übergangsfrist zur Anpassung ihrer Arbeitsmanagementsysteme an die neuen Normanforderungen bis März 2021 eingeräumt. Die Zertifikate nach OHSAS 18001 verlieren danach ihre Gültigkeit.

Betriebe, die nach OHSAS 18001 zertifiziert sind bzw. den Aufbau eines Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystems anstreben, müssen sich auf veränderte Anforderungen einrichten. Ziel der DIN EN ISO 45001 ist es u. a., den betrieblichen Arbeitsschutz und das betriebliche Gesundheitsmanagement im Unternehmen zusammenzuführen.

Die DIN EN ISO 45001 ist grundsätzlich für alle Unternehmen in allen Branchen anwendbar und kann auf Grund der umgesetzten „High Level Structure“ gut in bereits bestehende Qualitätsmanagementsysteme nach DIN EN ISO 9001:2015 bzw. Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 14001:2015 integriert werden.

Sie bietet aber auch Unternehmen, die noch kein Managementsystem für Qualität, Umweltschutz oder Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aufrechterhalten, einen besseren Einstieg und einen einfacheren Umgang mit Managementnormen.

Die internationalen Managementsystem-Normen für Qualität, Umweltschutz und Arbeitsschutz verfügen nun über vergleichbare und z. T. einheitliche Begriffe und Definitionen sowie Grundstrukturen. Das bedeutet für Unternehmen mit integrierten Managementsystemen weniger Aufwand und geringere Kosten für den Aufbau, die Aufrechterhaltung und die Zertifizierung dieser Managementsysteme.

Unsere Leistungen im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement

  • Ist-Analyse der betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzstrukturen und -prozesse sowie bestehender Managementsysteme (z. B. bei vorhandenem Managementsystem nach OHSAS 18001 oder anderen) unter Einbeziehung relevanter dokumentierter Informationen
  • Unterstützung bei der Formulierung der Arbeits- und Gesundheitsschutzpolitik sowie bei der Festlegung von entsprechenden Zielen
  • Beratung bei der Weiterentwicklung/Entwicklung der Managementstruktur (z. B. bei integrierten Managementsystemen [Qualität, Umweltschutz, Arbeitssicherheit])
  • Planung und Durchführung von Schulungen zum Managementsystem
  • Beratung bei der betrieblichen Installation und Umsetzung des Managementsystems
  • Unterstützung bei der Planung, Durchführung und Bewertung interner Audits
  • Beratung bei der Durchführung von Korrekturmaßnahmen
  • Überwachung innerbetrieblicher Maßnahmen im Hinblick auf die Konformität mit den Anforderungen der Managementsysteme wie auch mit den rechtlichen und normativen Rahmenbedingungen auf Grundlage der sich verändernden gesetzlichen und untergesetzlichen Regelwerke

Ihre Ansprechpartner

René Heinrich

René Heinrich
Dipl.-Meliorationsingenieur
Fachkraft für Arbeitssicherheit
Managementbeauftragter
Interner Auditor

Telefon: +49 (0)2162 26638-45
E-Mail:
Helmut van Ool

Helmut van Ool
Dipl.-Verwaltungswirt

Telefon: +49 (0)2162 26638-10
E-Mail:

16. April 2018

Seit dem 01. August 2017 gilt die neue Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV). Hieraus ergeben sich für Erzeuger und Besitzer von gewerblichen Siedlungsabfällen und bestimmten Bau- und Abbruchsabfällen sowie für Betreiber von Vorbehandlungs- und Aufbereitungsanlagen neue Anforderungen.

Geänderte Vorgaben und Pflichten bestehen im Bereich der Getrennthaltung von Abfällen, der Dokumentation und Nachweisführung zur Erfassung und Entsorgung sowie der Einhaltung von Quoten. Zu beachten sind auch neue Voraussetzungen hinsichtlich der gemischten Erfassung sowie der Behandlung gemischt erfasster gewerblicher Siedlungsabfälle.

Für weitere Informationen und Unterstützung bei der Prüfung, ob sich Konsequenzen aus dem neuen Gesetz für Ihr Unternehmen ergeben, stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartnerin

Jana Krüger 

Jana Krüger
Dipl.-Ing. (FH) Abfallwirtschaft

Telefon: +49 (0)2162 26638-21
E-Mail:
      

22. März 2018

Mit der Zweiundvierzigsten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider - 42. BImSchV) vom 20. August 2017 reagierte der Gesetzgeber auf diverse Zwischenfälle mit Legionellen-Erkrankungen, welche durch Kühlanlagen hervorgerufen wurden.

Ziel der Verordnung ist die Festlegung von Anforderungen an den Aufbau, den Betrieb sowie die Überwachung von Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen und Nassabscheidern.

Neben der Einhaltung des Standes der Technik sind durch den Betreiber regelmäßig

  • Laboruntersuchungen (durch akkreditiertes Prüflabor),
  • betriebsinterne Untersuchungen sowie
  • Sachverständigenprüfungen der Kühlanlage

zu veranlassen.

Darüber hinaus sind auf der Grundlage der 42. BImSchV unterschiedliche behördliche/organisatorische Kriterien zu erfüllen.

Diese sind u. a.

  • Führung eines Betriebstagebuches,
  • Bestellung bzw. Vorhandensein einer hygienisch fachkundigen Person,
  • Anzeigepflicht (bei Inbetriebnahme, Wiederinbetriebnahme, Stilllegung und Betreiberwechsel).

Im Rahmen der konkreten Anwendung der Verordnung ist für bestehende Anlagen die erste Überprüfung bis zu den nachstehenden Daten erforderlich:

Für Anlagen, die in Betrieb gegangen sind vor dem Überprüfung bis zum
19. August 2011 19. August 2019
19. August 2013 19. August 2020
19. August 2015 19. August 2021
19. August 2017 19. August 2022

Darüber hinaus hat der Betreiber seine Bestandsanlage bis spätestens einen Monat nach dem 19. Juli 2018 nach den Vorgaben der 42. BImSchV der zuständigen Behörde anzuzeigen.

Der nachfolgenden Checkliste können zusammenfassend alle Anforderungen, die sich aus der 42. BImSchV ergeben, entnommen werden. Zudem sind die Beteiligten sowie Fristen zur Umsetzung der Anforderungen hinterlegt.

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Gerne begleiten wir Sie bei der Umsetzung der 42. BImSchV mit folgendem Leistungsprofil:

  • Tätigkeiten als hygienisch fachkundige Person für Ihr Unternehmen
  • Erstellung und Fortschreibung der Gefährdungsbeurteilung
  • Implementierung der betriebsinternen Untersuchungen
  • Aufbau und Führung des Betriebstagebuchs
  • Anzeige von Neu- und Bestandsanlagen sowie von Änderung/Stilllegung und Betreiberwechsel

Ihr Ansprechpartner

Sebastian van Ool

Sebastian van Ool
M.Eng. (FH) Bauingenieurwesen

Telefon: +49 (0)2162 26638-35
E-Mail:
 

28. Juni 2018

Zur Verstärkung unseres Teams und zur Abrundung unseres Dienstleistungsspektrums suchen wir aktuell einen/eine

Im Menü-Punkt „Karriere“ können Sie sich über die Möglichkeiten zur Bewerbung informieren. Über Ihre Bewerbung freuen wir uns.