26. März 2019

Die EU-Kommission hat am 10. August 2018 die Schlussfolgerungen zu den besten verfügbaren Techniken (BVT) gemäß der Richtlinie 2010/75/EU für die Abfallbehandlung (Aktenzeichen C (2018) 5070) beschlossen:

Neben einem Positiv- und Negativkatalog, zur Bestimmung, welche Abfallbehandlungsanlagen unter den Anwendungsbereich fallen, enthält die BVT-Schlussfolgerung zahlreiche Begriffsbestimmungen sowie Beschreibungen der besten verfügbaren Techniken. Hierbei ist zu beachten, dass es allgemeine BVT-Schlussfolgerungen gibt, die von allen Abfallbehandlungsanlagen, die dem Anwendungsbereich unterfallen, einzuhalten sind, und besondere anlagenspezifische Anforderungen, die nur für bestimmte Anlagen gelten.

Die BVT betreffen insbesondere Emissionen in die Luft oder in Gewässer, Lärm und Erschütterung sowie die Verbesserung der allgemeinen Umweltleistung innerhalb des Anlagenbetriebs. Hierbei werden je nach Ausgestaltung der Anlage bestimmte Techniken verlangt, mit deren Einsatz bestimmte Grenzwerte definierter Parameter einzuhalten sind. Dies kann sogar zur Konsequenz haben, dass die BVT-Schlussfolgerung im Einzelfall strengere Grenzwerte vorgibt als solche, die sich beispielsweise aus der TA Luft ergeben.

Wir weisen darauf hin, dass die Grenzwerte der BVT-Schlussfolgerung unmittelbar gelten, so dass bei bestehenden Anlagen nach der Industrieemissions-Richtlinie gemäß § 7 Abs. 1a S. 2 BImSchG spätestens bis August 2022 sichergestellt werden muss, dass die Emissionsgrenzwerte eingehalten werden. Bei allen anderen Anlagen nach BImSchG, die nicht der IED-Richtlinie unterfallen, ist nicht ausgeschlossen, dass die BVT als Erkenntnisquelle in Genehmigungsverfahren zur Bestimmung des Standes der Technik berücksichtigt werden und umzusetzen sind (§ 3 Abs. 7 S. 2 BImSchG in Verbindung mit Anlage 1 Nr. 13 BImSchG). Zur Bestimmung der für Sie relevanten besten verfügbaren Techniken und zur Prüfung, ob Ihre Anlage den Anforderungen der BVT-Schlussfolgerungen entspricht, können Sie uns gerne als Ihren kompetenten Partner ansprechen.

Ihre Ansprechpartner

Jana Krüger

Jana Krüger
Dipl.-Ing. (FH) Abfallwirtschaft

Telefon: +49 (0)2162 26638-21
E-Mail:
Anna Drescher-Weise

Anna Drescher-Weise
Assessorin juris

Telefon: +49 (0)2162 26638-26
E-Mail:

01. März 2019

Mit dem 05. Dezember 2018 ist die neue Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchV – Strahlenschutzverordnung) zur weiteren Modernisierung des Strahlenschutzrechts im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Mit der Verordnung, die eine Reihe von Einzelverordnungen enthält, wurde das deutsche Strahlenschutzrecht weiterentwickelt. Die „alte“ Strahlenschutzverordnung von 2001 sowie die Röntgenverordnung in der Fassung von April 2003 treten damit außer Kraft.

Für Betreiber von Anlagen, welcher der aktuellen Strahlenschutzverordnung unterliegen, ergeben sich Änderungen unter anderem in Bezug auf die Inhalte der Unterweisungen sowie hinsichtlich der Aufstellung von Plänen für Alarmübungen und Notfälle. Zudem ist unter anderem zu prüfen, ob bestehende Dokumente, wie beispielsweise Anweisungen, Aushänge, Regelungen zum Brand- und Diebstahlschutz etc., den geltenden Anforderungen der neuen Strahlenschutzverordnung entsprechen, oder, ob sie nach neuem Recht überarbeitet werden müssen.

Für weitere Informationen oder zur Unterstützung bei der Prüfung Ihrer bestehenden Dokumentation stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Zudem können wir für Sie auch die Erstellung von Anträgen zur Genehmigung von Tätigkeiten nach § 12 des Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG) oder die Erstellung der jährlichen Mitteilungen nach § 85 Abs. 1 Ziffer 3 der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) übernehmen.

Ihr Ansprechpartner

Lars Aengenvoort

Lars Aengenvoort
B.Sc. Qualität, Umwelt, Sicherheit und Hygiene

Telefon: +49 (0)2162 26638-48
E-Mail:

08. Januar 2019

PRTR-Bericht (Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregister) für das Jahr 2018:

Gemäß Verordnung (EG) Nr. 166/2006 des europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Januar 2006 besteht für Betreiber der in Anhang I der Verordnung genannten Betriebe die Pflicht zur jährlichen Erstellung eines Berichtes (bis 31. Mai des Folgejahres).

Berichtspflichtig sind

  • Freisetzungen in die Luft, das Wasser oder den Boden,
  • die Verbringung von im Abwasser enthaltenen Schadstoffen außerhalb des Betriebsstandortes sowie
  • die Verbringung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen.

Die ermittelten Daten werden mit dem System BUBE-Online (Betriebliche UmweltdatenBerichtErstattung) elektronisch übermittelt und fließen in ein nationales und EU-weites Register ein, womit sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Gerne stehen wir Ihnen für die Erstellung des PRTR-Berichtes zur Verfügung.

Für nähere Informationen zu unseren Leistungen im Rahmen der Erstellung des PRTR-Berichtes bzw. für die Erstellung eines auf Ihr Unternehmen zugeschnittenes Angebot stehen Ihnen Beate Roennebeck (Tel.: +49 (0)2162 26638-31, E-Mail: ) und Helmut van Ool
(Tel.: +49 (0)2162 26638-10, E-Mail: ) gerne zur Verfügung.

05. Juni 2018

Die Vorgaben des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG) und der Vorschrift für Sicherheit und Gesundheitsschutz - VSG 1.2 verpflichten den Arbeitgeber, seinen Betrieb durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte in puncto Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz betreuen zu lassen und sich selbst in der betrieblichen Präventionstätigkeit beraten zu lassen.

Die VSG 1.2 gilt für alle in der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) versicherten Unternehmen, die Arbeitnehmer, Auszubildende, Praktikanten, Saisonarbeitskräfte oder mitarbeitende Familienangehörige mit Arbeitsvertrag beschäftigen. Mit den ab Anfang 2018 geltenden Änderungen gleicht die SVLFG die Regeln an die Unfallverhütungsvorschrift der gewerblichen Berufsgenossenschaften an.

Geändert hat sich dabei im Wesentlichen das Verfahren zur Berechnung der Einsatzzeiten der Fachkraft für Arbeitssicherheit und des Betriebsarztes sowie zur Festlegung der Voraussetzungen der Betreuung in Eigenregie.

Um die genaue Anzahl der Beschäftigten festzustellen, wird künftig der Mittelwert der im Unternehmen je Kalenderjahr beschäftigten Personen mit einem Korrekturfaktor multipliziert: für Vollzeitkräfte mit 1,0, für Teilzeitkräfte bis zu 30 Wochenstunden mit 0,75 und für Teilzeitkräfte bis zu 20 Wochenstunden mit 0,5.

Mitarbeitende Familienangehörige mit einem Arbeitsvertrag müssen – anders als bisher – in diese Berechnung mit einfließen.

In der VSG ist außerdem neu geregelt, dass beim Beratungsbedarf durch Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte nun zwischen der Grundbetreuung und der betriebsspezifischen Betreuung unterschieden wird.

In der Grundbetreuung wird der Beratungsbedarf durch Zuordnung des Unternehmens zu einer von drei Betreuungsgruppen entsprechend dem Risiko von Arbeitsunfällen und Gesundheitsschädigungen und in Abhängigkeit von der Zahl der Beschäftigten ermittelt.

Für weitere Informationen und Unterstützung bei der Umsetzung der neuen VSG 1.2 stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Ihre Ansprechpartner

René Heinrich

René Heinrich
Dipl.-Meliorationsingenieur
Fachkraft für Arbeitssicherheit
Managementbeauftragter
Interner Auditor

Telefon: +49 (0)2162 26638-45
E-Mail:
Thomas Hüsken

Thomas Hüsken
Dipl.-Geograph

Telefon: +49 (0)2162 26638-40
E-Mail:

 

 

 

16. April 2018

Die neue Arbeitsschutzmanagement-Norm DIN EN ISO 45001 für das Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement wurde am 12. März 2018 veröffentlicht. Sie löst den bisher für den Aufbau und die Aufrechterhaltung eines Arbeitsschutzmanagementsystems international anerkannten britischen Standard OHSAS 18001 und den Leitfaden OHSAS 18002 ab.

Für die Umstellung wird den Unternehmen, die nach OHSAS 18001 zertifiziert sind, ab der Veröffentlichung der Norm eine dreijährige Übergangsfrist zur Anpassung ihrer Arbeitsmanagementsysteme an die neuen Normanforderungen bis März 2021 eingeräumt. Die Zertifikate nach OHSAS 18001 verlieren danach ihre Gültigkeit.

Betriebe, die nach OHSAS 18001 zertifiziert sind bzw. den Aufbau eines Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystems anstreben, müssen sich auf veränderte Anforderungen einrichten. Ziel der DIN EN ISO 45001 ist es u. a., den betrieblichen Arbeitsschutz und das betriebliche Gesundheitsmanagement im Unternehmen zusammenzuführen.

Die DIN EN ISO 45001 ist grundsätzlich für alle Unternehmen in allen Branchen anwendbar und kann auf Grund der umgesetzten „High Level Structure“ gut in bereits bestehende Qualitätsmanagementsysteme nach DIN EN ISO 9001:2015 bzw. Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 14001:2015 integriert werden.

Sie bietet aber auch Unternehmen, die noch kein Managementsystem für Qualität, Umweltschutz oder Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aufrechterhalten, einen besseren Einstieg und einen einfacheren Umgang mit Managementnormen.

Die internationalen Managementsystem-Normen für Qualität, Umweltschutz und Arbeitsschutz verfügen nun über vergleichbare und z. T. einheitliche Begriffe und Definitionen sowie Grundstrukturen. Das bedeutet für Unternehmen mit integrierten Managementsystemen weniger Aufwand und geringere Kosten für den Aufbau, die Aufrechterhaltung und die Zertifizierung dieser Managementsysteme.

Unsere Leistungen im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement

  • Ist-Analyse der betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzstrukturen und -prozesse sowie bestehender Managementsysteme (z. B. bei vorhandenem Managementsystem nach OHSAS 18001 oder anderen) unter Einbeziehung relevanter dokumentierter Informationen
  • Unterstützung bei der Formulierung der Arbeits- und Gesundheitsschutzpolitik sowie bei der Festlegung von entsprechenden Zielen
  • Beratung bei der Weiterentwicklung/Entwicklung der Managementstruktur (z. B. bei integrierten Managementsystemen [Qualität, Umweltschutz, Arbeitssicherheit])
  • Planung und Durchführung von Schulungen zum Managementsystem
  • Beratung bei der betrieblichen Installation und Umsetzung des Managementsystems
  • Unterstützung bei der Planung, Durchführung und Bewertung interner Audits
  • Beratung bei der Durchführung von Korrekturmaßnahmen
  • Überwachung innerbetrieblicher Maßnahmen im Hinblick auf die Konformität mit den Anforderungen der Managementsysteme wie auch mit den rechtlichen und normativen Rahmenbedingungen auf Grundlage der sich verändernden gesetzlichen und untergesetzlichen Regelwerke

Ihre Ansprechpartner

René Heinrich

René Heinrich
Dipl.-Meliorationsingenieur
Fachkraft für Arbeitssicherheit
Managementbeauftragter
Interner Auditor

Telefon: +49 (0)2162 26638-45
E-Mail:
Helmut van Ool

Helmut van Ool
Dipl.-Verwaltungswirt

Telefon: +49 (0)2162 26638-10
E-Mail: