01. Oktober 2019

Wir begrüßen unseren neuen Kollegen Christoph Maciey im Team der U·V·M GmbH und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

Herr Maciey wird im Fachbereich "Genehmigungsverfahren/Genehmigungsmanagement" zur Erstellung von umweltrechtlichen Genehmigungsanträgen und zur Projektsteuerung bei umweltrechtlichen Verfahren eingesetzt.

26. August 2019

Nach Aufhebung der Richtlinie über persönliche Schutzausrüstung (PSA) 89/686/EWG wurde mit Datum vom 21. April 2018 die neue PSA-Verordnung (EU) 2016/425 veröffentlicht, welche nach einer Übergangsfrist bis zum 21. April 2019 verpflichtend sowohl von den Herstellern als auch den PSA-Nutzern anzuwenden ist.

PSA (Persönliche Schutzausrüstung) wird je nach Höhe des Risikos in drei Kategorien eingeteilt:

  • PSA Kategorie I (geringfügige Risiken): schützt u. a. gegen oberflächliche mechanische Verletzungen oder Kontakt mit heißen Oberflächen; zum Beispiel Garten- und Haushaltshandschuhe, Schutzhandschuhe
  • PSA Kategorie II: umfasst Produkte, die weder in Kategorie I noch in Kategorie III eingeordnet werden können; zum Beispiel Standardschutz gegen mechanische Risiken: Arbeitsschutzhelme, Sicherheitsschuhe
  • PSA Kategorie III: schützt gegen Risiken, die zu sehr schwerwiegenden Folgen wie Tod oder irreversiblen Gesundheitsschäden führen können; zum Beispiel Chemikalienschutzhandschuhe, Atemschutzgeräte mit Filter, Höhensicherungsgeräte, Gehörschutz

Die wichtigsten Neuerungen aus Sicht des Arbeitsschutzes und für den Nutzer im Überblick:

  • Die Einstufung nachfolgender PSA ändert sich. Produkte wie zum Beispiel Gehörschutz, Rettungswesten, Absturzsicherung oder PSA zum Schutz gegen Kettensägenschnitte wurden hinsichtlich ihres Schutzniveaus aufgewertet und fallen jetzt unter die Kategorie III, welche den Schutz vor tödlichen Gefahren und irreversiblen Gesundheitsschäden bezeichnet.
  • Die Risikokategorie III ist um die fünf Risiken Ertrinken, Schnittverletzungen durch handgeführte Kettensägen, Hochdruckstrahl, Verletzungen durch Projektile oder Messerstiche und schädlichen Lärm erweitert worden. Das bedeutet auch, dass diese Schutzmittel ein strengeres Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen müssen.
  • Durch die Veränderung der Kategorie III ergibt sich neuerdings die Pflicht zu einer praktischen Unterweisung der Beschäftigten (DGUV Vorschrift 1) für diese Schutzmittel. Wie bislang auch, sind diese Unterweisungen zu dokumentieren.
  • Von Seiten des Herstellers sind für die Schutzmittel Angaben zur Lagerung der Materialien mitzuliefern.
  • Ein Inverkehrbringen bereits produzierter Schutzmittel ist bis zum 20. April 2023 möglich.

Für weitere Informationen und zur Unterstützung bei der Durchführung von Unterweisungen sowie der Dokumentation gemäß der neuen PSA-Verordnung der EU stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Ihr Ansprechpartner

Thomas Hüsken

Thomas Hüsken
Dipl.-Geograph

Telefon: +49 (0)2162 26638-40
E-Mail:

11. Juli 2019

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 07. Juni 2019 der 44. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchV) über mittelgroße Feuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen zugestimmt. Mit der neuen Verordnung wird die EU-Richtlinie 2015/2193 für die Begrenzung bestimmter Schadstoffemissionen aus mittelgroßen Feuerungsanlagen in nationales Recht umgesetzt.

Der Anwendungsbereich der 44. BImSchV betrifft Feuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen mit einer Feuerungswärmeleistung zwischen 1 bis 50 MW und ist sowohl für immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftige als auch für nicht genehmigungsbedürftige Anlagen anzuwenden.

Für mittelgroße Feuerungsanlagen, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen ergeben sich zukünftig Änderungen bei den Emissionsgrenzwerten gegenüber der TA Luft bzw. der 1. BImSchV. Weiterhin definiert die Verordnung im Abschnitt 3 verschärfte Anforderungen an die Überwachung. So werden neben der Art der Ermittlung und den zu verwendenden Messeinrichtungen, auch Vorgaben zur Häufigkeit der Messungen (einmalig, wiederkehrend oder kontinuierlich) gemacht.

Zudem bestehen für mittelgroße Feuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen Dokumentationspflichten, bei denen u. a. die Betriebsstunden, die Art und Menge des verwendeten Brennstoffes und eventuelle Störfälle und Grenzwertüberschreitungen zu dokumentieren sind. Weiterhin besteht eine Aufbewahrungspflicht von Überwachungsergebnissen von mindestens 6 Jahren.

Ebenfalls sind sämtliche Anlagen im Anwendungsbereich der 44. BImSchV vor der Inbetriebnahme in einem öffentlich zugänglichen, behördlichen Anlagenregister zu registrieren. Bestandsanlagen müssen für die Erfassung im Register bis zum 01. Dezember 2023 bei der zuständigen Behörde angezeigt werden.

Nicht genehmigungsbedürftige Anlagen unterliegen zukünftig bei wesentlichen emissionsrelevanten Änderungen sowie bei Stilllegung einer Anzeigepflicht.

Für Bestandsanlagen ergeben sich zur Umsetzung der Vorgaben komplexe Übergangsregelungen. Die neuen Emissionsgrenzwerte gelten ab dem 01. Januar 2025. Für einige Anlagen- und Brennstofftypen gelten längere Übergangsvorschriften.

Gerne begleiten wir Sie bei der Prüfung, ob Ihre Feuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlage unter den Anwendungsbereich der neuen 44. BImSchV fällt, sowie bei der Umsetzung der Anforderungen der Verordnung.

Ihre Ansprechpartnerin

Jana Krüger

Jana Krüger
Dipl.-Ing. (FH) Abfallwirtschaft

Telefon: +49 (0)2162 26638-21
E-Mail:

26. März 2019

Die EU-Kommission hat am 10. August 2018 die Schlussfolgerungen zu den besten verfügbaren Techniken (BVT) gemäß der Richtlinie 2010/75/EU für die Abfallbehandlung (Aktenzeichen C (2018) 5070) beschlossen:

Neben einem Positiv- und Negativkatalog, zur Bestimmung, welche Abfallbehandlungsanlagen unter den Anwendungsbereich fallen, enthält die BVT-Schlussfolgerung zahlreiche Begriffsbestimmungen sowie Beschreibungen der besten verfügbaren Techniken. Hierbei ist zu beachten, dass es allgemeine BVT-Schlussfolgerungen gibt, die von allen Abfallbehandlungsanlagen, die dem Anwendungsbereich unterfallen, einzuhalten sind, und besondere anlagenspezifische Anforderungen, die nur für bestimmte Anlagen gelten.

Die BVT betreffen insbesondere Emissionen in die Luft oder in Gewässer, Lärm und Erschütterung sowie die Verbesserung der allgemeinen Umweltleistung innerhalb des Anlagenbetriebs. Hierbei werden je nach Ausgestaltung der Anlage bestimmte Techniken verlangt, mit deren Einsatz bestimmte Grenzwerte definierter Parameter einzuhalten sind. Dies kann sogar zur Konsequenz haben, dass die BVT-Schlussfolgerung im Einzelfall strengere Grenzwerte vorgibt als solche, die sich beispielsweise aus der TA Luft ergeben.

Wir weisen darauf hin, dass die Grenzwerte der BVT-Schlussfolgerung unmittelbar gelten, so dass bei bestehenden Anlagen nach der Industrieemissions-Richtlinie gemäß § 7 Abs. 1a S. 2 BImSchG spätestens bis August 2022 sichergestellt werden muss, dass die Emissionsgrenzwerte eingehalten werden. Bei allen anderen Anlagen nach BImSchG, die nicht der IED-Richtlinie unterfallen, ist nicht ausgeschlossen, dass die BVT als Erkenntnisquelle in Genehmigungsverfahren zur Bestimmung des Standes der Technik berücksichtigt werden und umzusetzen sind (§ 3 Abs. 7 S. 2 BImSchG in Verbindung mit Anlage 1 Nr. 13 BImSchG). Zur Bestimmung der für Sie relevanten besten verfügbaren Techniken und zur Prüfung, ob Ihre Anlage den Anforderungen der BVT-Schlussfolgerungen entspricht, können Sie uns gerne als Ihren kompetenten Partner ansprechen.

Ihre Ansprechpartnerin

Jana Krüger

Jana Krüger
Dipl.-Ing. (FH) Abfallwirtschaft

Telefon: +49 (0)2162 26638-21
E-Mail:

01. März 2019

Mit dem 05. Dezember 2018 ist die neue Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (StrlSchV – Strahlenschutzverordnung) zur weiteren Modernisierung des Strahlenschutzrechts im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Mit der Verordnung, die eine Reihe von Einzelverordnungen enthält, wurde das deutsche Strahlenschutzrecht weiterentwickelt. Die „alte“ Strahlenschutzverordnung von 2001 sowie die Röntgenverordnung in der Fassung von April 2003 treten damit außer Kraft.

Für Betreiber von Anlagen, welcher der aktuellen Strahlenschutzverordnung unterliegen, ergeben sich Änderungen unter anderem in Bezug auf die Inhalte der Unterweisungen sowie hinsichtlich der Aufstellung von Plänen für Alarmübungen und Notfälle. Zudem ist unter anderem zu prüfen, ob bestehende Dokumente, wie beispielsweise Anweisungen, Aushänge, Regelungen zum Brand- und Diebstahlschutz etc., den geltenden Anforderungen der neuen Strahlenschutzverordnung entsprechen, oder, ob sie nach neuem Recht überarbeitet werden müssen.

Für weitere Informationen oder zur Unterstützung bei der Prüfung Ihrer bestehenden Dokumentation stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Zudem können wir für Sie auch die Erstellung von Anträgen zur Genehmigung von Tätigkeiten nach § 12 des Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG) oder die Erstellung der jährlichen Mitteilungen nach § 85 Abs. 1 Ziffer 3 der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) übernehmen.

Ihr Ansprechpartner

Lars Aengenvoort

Lars Aengenvoort
B.Sc. Qualität, Umwelt, Sicherheit und Hygiene

Telefon: +49 (0)2162 26638-48
E-Mail: